Die Raunächte

Stimmung

Heute nun beginnen die Raunächte und wir werden bis zum 6. Januar durch diese magischen Zeit fließen, von der es heißt, dass sich Wege in die Anders-Welten auftun, dass sich alle trennenden Schleier lüften und wir eingeladen sind, diese offenen Tore für uns zu nutzen.

Dabei sind die Raunächte wie ein Portal. Je tiefer du in deine ganz ur-eigenen Welt eintauchst, desto enger wird deine Anbindung an „unmögliche Möglichkeiten“ und an die Unterstützung aus allen Zeiten und allen Ebenen des Seins.

Fühle dich einmal hinein in die Möglichkeit, mit ALLEM verbunden zu sein – ganz aus deinem Herzen und ohne, dass Verstand und Ego dir reinreden. Tatsächlich ist es keine entfernte Möglichkeit, sondern gelebte Wirklichkeit – auch wenn wir dieses Gefühl des Eins-Seins häufig verloren haben und gerade im Alltag von so Vielem abgelenkt sind, das uns die scheinbare Trennung vertäuscht.

Meditationen und Träume sind Brücken in dieser Zeit – in deine Innere Welt (und ebenso in andere Welten). Auch die Natur bietet Raum, um uns mit uns selbst und Mutter Erde zu verbinden genau wie jede bewusst und achtsam ausgeführte Handlung und jeder Moment in Stille.

Erinnere dich an Momente, in denen du dich frei und leicht und auf eine Weise getragen gefühlt hast, die du im Alltag vielleicht oft vermisst.

Lade dir diese Momente ganz bewusst für die Raunächte ein.

Reduziere das Organisieren, Funktionieren, das Tun und „das Außen“ auf ein Minimum und fokussiere Selbst-Fürsorge, Annahme, „das Innen“, deinen Flow und dein Sein.

Tue dies jeden Tag – jede Raunacht von Neuem. Und dann, wenn du dich ganz verbunden fühlst oder einfach in deinem Tag diesen einen besonderen Moment für dich gefunden hast, nimm das Behältnis mit deinen Wünschen. Halte es in der Hand. Spüre die Wärme und das Gewicht – und die Magie und das Funkeln, das deine Wünsche umgibt.

Das „klassische“ Raunacht-Ritual besagt, dass du jeden Tag/jede Nacht den Zettel mit dem Wunsch, den du gezogen hast, ungelesen an die Magie der Raunächte und die Mächte des Universums übergibst, indem du ihn verbrennst – und zwar voller Liebe, Dankbarkeit und in dem Vertrauen, das immer für dich gesorgt ist.

Feuer

Ich weiß, wie herausfordernd das sein kann und bin selbst erst nach Jahren dazu übergegangen, meine Wünsche ungelesen zu verbrennen – was sich für mich noch mal ganz anders anfühlt … aufregend, befreiend, friedvoll. Natürlich ist es genauso möglich, anders mit den Zetteln umzugehen. Bitte finde den Weg, der sich für dich stimmig anfühlt. Spüre wirklich hinein und entscheide dich für das, was du fühlst und nicht das, was deinem Verstand logisch erscheint oder das, was am einfachsten daher kommt oder was du „schon immer“ so gemacht hast.

Alternativ kannst du

  • den Zettel ungelesen verwahren und zu einem späteren Zeitpunkt lesen und/oder verbrennen
  • den Zettel lesen und verbrennen
  • den Zettel lesen und verwahren und zu einem späteren Zeitpunkt verbrennen
  • den Zettel lesen und verwahren und zu jedem Monatsbeginn (oder Neumond) herausholen, ihn aufhängen, dazu journaln, ihn wieder weglegen – oder ihn dann verbrennen

Auf gar keinen Fall geht es darum, selbst aktiv zu werden, zu überlegen und zu planen, wie du dir diesen Wunsch erfüllen könntest – deine Energie fließt einzig und allein in die Verbindung mit der Magie der Raunächte und dein Vertrauen darin, dass diese Magie und deine Welt für dich sorgen.

Bitte gehe achtsam und vorsichtig mit deinem Wunsch und vor allem mit deinem Feuer-Ritual um! Finde einen sicheren Ort, um die Zettel zu verbrennen, treffe die nötigen Vorkehrungen. Dies liegt ganz allein in deiner Verantwortung. Ich übernehme keine Verantwortung für deine Sicherheit und die Sicherheit deiner Umgebung.

Wahrscheinlich hast du es schon richtig schön, gemütlich und kuschelig – vielleicht mit Kerzenlicht, leiser Musik, Plätzchenduft, einer dampfenden Tasse Tee oder du hast gerade einfach die Tür hinter dir zu gemacht, hörst noch leise die Gespräche im Nebenraum, atmest einmal, zweimal tief durch und lässt dich in einen Sessel sinken und genießt die einkehrende Ruhe. Oder du bist alleine an deinem Arbeitsplatz (dann eher ab der dritten Raunacht) und kreierst dir ein Ritual in der Mittagspause oder kurz vor Feierabend – oder deine Wünsche liegen im Auto … so viele, viele Möglichkeiten, DEINE Raunächte zu feiern. Genieße sie – voller Freude und in tiefer Verbindung!

Und da wir heute an der nächsten Schwelle stehen, richte dich ganz bewusst aus:
Was ist in den nächsten dreizehn Tagen wichtig! Wie möchtest du sie erleben! Wohin geht dein Fokus!

Notiere dir diese dritte INTENTION und finde einen Platz für sie, von dem aus sie dich immer wieder in die Ausrichtung bringt.