Rituale

für deine Raunächte 2023 2024

Hallo, du zauberhafte Fee!

Willkommen in deinem Raum für kraftvolles und zielgerichtetes Tun.

RITUALE

Mitte

Achte immer auf die Intention, mit der du ein Ritual durchführst und gehe achtsam mit diesen Werkzeugen um. Bedanke dich zudem für das, was du dir von dem Ritual wünschst.

Welche Rituale praktizierst du schon – im Alltag oder zu besonderen Gelegenheiten?

Oft sind es kleine Dinge, die zu einer lieben Gewohnheit geworden sind, oder alltägliche Dinge, die wir gar nicht (mehr) als Rituale wahrnehmen. Zu einem Ritual gehört außer der Handlung selbst eine Widmung. So wird zum Beispiel das Zähneputzen zu einem Ritual, wenn du es ganz bewusst für deine Gesundheit tust. Das Bettenmachen kann für die Ordnung stehen, die du dir für deinen Tag einlädst. Das Schuhebinden kann ein Ritual sein, wenn du damit Dank an deine Füße verbindest, die dich durchs Leben tragen. Das Anzünden einer Kerze deine Qualitytime für dich einläuten.
Es können auch Dinge sein, die wir weniger häufig tun: das Einpacken der Sonnencreme für den Urlaub (à la: der Urlaub beginnt, wenn ich die Sonnencreme eingepackt habe); das Entzünden der ersten Kerze im Advent, das Schmücken des Weihnachtsbaumes, der erste Glühwein; das erste Mal barfuß laufen im Sommer; das Glas roter Sekt mit der Freundin, die du so selten siehst; …

Welche Handlung möchtest du zu einem Ritual erheben?

Welchen deiner Rituale möchtest du in den Raunächten ganz besondere Aufmerksamkeit schenken?

** Alltagszeit
In dieser besoneren Zeit kehrst du immer wieder zu dir zurück. Vielleicht sind es nur ein paar Minuten am Tag, für das Ritual des Wunschziehens. Vielleicht ist es ein langer Spaziergang, vielleicht eine Stunde mit deinem Journal. Nimm dieses Ritual mit in deinen Alltag.
Schaffe jeden Tag ein paar Minuten für dich – vielleicht mit dem bewussten Kochen einer Tasse Tee. Reserviere dir in der Woche ein paar Stunden, in denen du ganz frei bist – und ganz für dich. Oder trage dir einen Tag im Monat ein, an dem du dich in ein Cafe setzt, ins Museum gehst, eine große Runde joggst – und dies ganz achtsam und in tiefer Verbindung mit dir selbst tust.
Und – ganz wichtig – kommuniziere diese „Alltagszeit“, in dem du sie ankündigst, in den Familienkalender einträgst, in deinem Bürokalender blockst oder einen großen Zettel aufhängst und sorge dafür, dass du selbst und dein Umfeld diese Zeiten respektieren. Sei es dir wert, dir diese Momente selbst zu schenken.

Zu Silvester und Neujahr

Silvester – Same procedure as every year…
↬ Fege die Stube aus, um das Unglück aus zu kehren – besonders in den Ecken.
↬ Iss Berliner, Krapfen, Kreppel oder Pfannkuchen.
↬ Trage rote Unterwäsche für Leidenschaft; rosa für die Liebe; weiße für den Frieden; grüne für Glück; gelbe für Geld und blaue für Gesundheit – und bestimmt gibt es auch Unterwäsche in Regenbogen-Farben für das ganze Paket …
↬ Orakel mit Blei gießen, Karten ziehen, Kaffeesatz lesen, dem Pendel oder Gummibärchen, um die Zukunft zu schauen.
↬ Mache (achtsam) Krach mit Knallern und Böllern, um Unheil abzuwenden und gute Geister zu wecken.
↬ Springe über sieben Wellen (real oder imaginär) – der Brauch kommt aus Brasilien und die Brasilianer*innen wünschen sich mit jedem Sprung etwas für das neue Jahr.
↬ Finde heraus, welche Bräuche es sonst auf der Welt gibt und schaue (mit deiner Familie oder Freund*innen), was ihr sofort umsetzen könnt.
↬ In Dänemark wird auch ins neue Jahr gesprungen – von einem Stuhl o.ä. (bitte vorsichtig!).
↬ Mache eine Tradition daraus, jedes Jahr ein neues, internationales Ritual zu praktizieren.

Neujahr
↬ Hänge keine Wäsche auf, um Unglück zu verhindern.
↬ Iss gut, um das ganze Jahr genug zu haben.
↬ Iss auf, um dein Geld zusammen zu halten.
↬ Schüttle Müllmännern die Hand, um Glück zu haben (auch noch gültig am nächsten Werk-/Mülltag).
↬ Drehe den Jackenknopf eines Schornsteinfegers, um Glück zu haben (auch noch gültig im Laufe des Januars).
↬ Hänge oder stelle Hufeisen, Schweinchen und/oder Kleeblätter auf, um noch mehr Glück zu haben.
↬ Teile Gebäck mit Freunden und Nachbarn, um richtig viel Glück zu haben.
↬ Bade an, um bei guter Gesundheit zu bleiben (oder mache einen langen Neujahrs-Spaziergang bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang).

In der Zeit der Raunächte – und jederzeit danach, wenn es dir passend erscheint

** Essen
Lasse vom (Silvester-) Essen etwas über Nacht auf dem Tisch stehen. Ehre damit alle Gäste, die sich im Laufe der Zeit an deinem Tisch einfinden möchten.

Und:
Bereite einen Teller mit Essen und stelle ihn nach draußen. Du speist so alle Wesen und Gestalten, die dort unterwegs sind – und zeigst ihnen dein Wohlwollen.

** Geschichten
Finde eine ruhige Zeit mit deinen Lieben und erzählt euch Geschichten. Es können gruselige oder lustige Geschichten sein. Nehmt euch gegenseitig mit in eure Fantasie-Welten – und fragt euch, wo in jeder noch so fantastischen Geschichte die tiefe Echtheit und Wahrheit verborgen ist.
Alternativ könnt ihr natürlich auch Geschichten vorlesen oder anhören.

** Innere Königin
Wenn du das Haus verlässt, vor einem wichtigen Meeting, für ein schwieriges Gespräch … visualisiere eine wunderschöne, funkelnde Krone – ein Unikat, nur für dich gefertigt. Nehme dieses Juwel in die Hand und setze es auf dein bezauberndes Haupt; fühle ihr Gewicht und die Kraft, die von ihr ausgeht – und wie du dich automatisch aufrichtest, den Kopf hoch erhoben hälst, die Schultern straffst und den Blick hebst. Sei achtsam mit deiner Krone, so dass sie nicht verrutscht, wenn du weiter durch deinen Tag schreitest (und richte sie einfach, falls es nötig ist).

Natürlich kannst du dir ein ähnliches Ritual für alle deine archetypischen Anteile schaffen und z.B. jeden Monat eine von ihren besonders ehren (Jan: Mädchen, Feb: Jungfrau, März: Weggefährtin, April: Liebende, Mai: Mutter, Juni: Heilerin, Juli: Kriegerin, Aug: Mutter, Sept: Priesterin, Okt: Zauberin, Nov: Alte Weise, Dez: Dunkle Mutter) oder jede nach Situation die entsprechende „Schwester“ an deine Seite einladen.

** Inneres Kind
Verbinde dich mit dem kleinen Wesen in dir. Halte dein Inneres Kind – ganz fest – ganz liebevoll. Das kleine Mädchen, das die Welt (nicht mehr) versteht, das verängstigt und verwirrt ist oder sich verletzt und alleine fühlt, steckt immer noch dir. Schenke ihr Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Frage sie, was sie braucht – und gib es ihr. Tolle Beschäftigungen sind: Springen & Hüpfen, Schaukeln, Seifenblasen pusten, sich verkleiden, albern sein, kuscheln, lachen!

** Kinder
Höre einem Kind wirklich zu – ganz egal, ob es du es gut kennst, vielleicht gerade bei ihm zu Besuch bist, ob du es in der Bahn siehst oder es beim Hotelfrühstück am Nebentisch sitzt. Es steckt nicht nur unglaublich viel Liebe in dem, was Kinder tun und sagen, sondern auch ein tiefes Vertrauen und eine stille Weisheit. Es lohnt sich, zuzuhören und nachzufragen.
Gib einem Kind das Gefühl, wirklich gesehen und gehört zu werden.

** Klärung
Mit klarem Kopf (ins neue Jahr) zu starteten, eröffnet dir viele Möglichkeiten. Säubere dazu deine Bürsten und räuchere deine Mützen, Hauben, Hüte und Kappen.

** Licht und Dunkelheit – Dunkelheit und Licht
Verfolge in Ruhe und Stille, wie sich das Licht des Tages verabschiedet. Begleite die Sonne bei ihrem Untergang, lasse das Licht ausgeschaltet bis es ganz dunkel ist – spüre das tiefe Wissen und Vertrauen, dass sie am nächsten Tag – an jedem Tag – wieder aufgeht.
Du kannst auch in einem dunklen Raum sitzen und in das Licht einer Kerze schauen. Wenn dir der Zeitpunkt stimmig erscheint, puste die Kerze aus. Achte auf die Regungen und Gefühle in dir.

Und umgekehrt:
Verdunkle einen Raum, so dass möglichst kein Licht mehr hinein dringt – oder stelle dir den Wecker auf eine Zeit vor Sonnenaufgang. Verweile in der Dunkelheit, horche auf deine Umgebung und höre in dich hinein. Nimm bewusst wahr, wie sich deine Augen an die Verhältnisse gewöhnen. Fließe mit dem heller werdenden Licht in den Tag oder entzünde eine Kerze und beobachte, was sich verändert.

** Lichter
Stelle ein Licht in dein Fenster und lasse es über Nacht brennen – und zwar nur, wenn das absolut gefahrlos möglich ist. Es muss auch überhaupt keine echte Kerze sein. Es kann eine elektronische Kerze, eine Taschenlampe, eine kleine Stehlampe etc. sein. Das Licht symbolisiert deine Verbundenheit zu allen Menschen und dem Frieden auf der Welt.
Traditionell wurden die Lichter auf dem Hof oder an den Ecken der Gebäude aufgestellt – und wenn sie erloschen, musste jemand in die dunkle Nacht und sie wieder entzünden, damit ihre schützende Wirkung erhalten blieb.

** Loslassen
Besonders Neumond-Tage (13.12.) und ebenso die Raunächte am 28.12. und 5.01. laden uns ganz besonders ein, los zu lassen. Sammle hierfür alles, was in der letzten Zeit nicht rund war, was schief oder aus dem Ruder gelaufen ist, was es zu verändern gilt in Schriftform auf einem oder mehreren Blatt Papier oder Zetteln. Übergib diese Papiere mit dem tiefem Wunsch nach Transformation dem Feuer. Tue dies vorsichtig und achtsam – sowohl was deine Formulierungen und Wünsche als auch das Feuer betrifft.

** Masken
Bastle dir eine Maske. Mache sie schön schaurig oder schön lieblich. Es gibt jede Menge Vorlagen im Internet. Es kann jede Art von Maske sein, einfach ausdrucken, bemalen, bekleben, modellieren … Schaue gerne auch nach Perchten- oder Krampusmasken. Kreiere ein Ritual mit deiner Maske zum Jahresbeginn und vertreibe Ungemach und das Böse oder umgarne und locke das Leichte, Gute.

** Perspektivwechsel
Gehe deinen üblichen Spazierweg zu einer anderen Tageszeit, wechsle die Straßenseite, trage deine „Sonntagsjacke“ und die guten Schuhe, einen Hut … spürst du einen Unterschied? Gehe nachts (achtsam) in den Wald oder durch die Felder. Stelle dich spät abends auf deinen Balkon und höre auf die Geräusche um dich herum. Es gibt viele Arten, die Perspektive zu wechseln. Du könntest dich auch anders herum in dein Bett legen, auf die Couch statt den Sessel setzen oder auf einen anderen Stuhl am Esstisch. Putze dir mit der anderen Hand die Zähne. Mix it up – und mache das zu einer regelmäßigen Praxis.

** Räuchern
Räuchere deine Wohnung, einen Raum, deinen Kleiderschrank, deinen Schreibtisch, dein Auto, dich selbst … Nutze dazu Räucherstäbchen oder -kegel, Kräuter(-bündel), Harze … was du gerade zur Hand hast. Öffne dazu ggf. die Fenster (das Alte braucht einen Weg, um entweichen zu können) und achte bitte auf das Befinden deiner Familienmitglieder – und die Rauchmelder.
Auch Raum- und Aroma-Sprays eignen sich großartig zum Reinigen von Räumen oder Gegenständen (besonders in Hotels oder Zügen/Flugzeugen).

** Tiere
Gib deinen lieben vierbeinigen, gefiederten oder gepanzerten Freunden etwas außergewöhnlich Leckeres, versorge sie besonders liebevoll und verbringe extra Zeit mit ihnen.
Wenn du selbst keine Tiere hast, schaue dich in deiner Umgebung um. Vielleicht sind es die Vögel auf deinem Balkon, das Pony, an dessen Weide du beim Spazierengehen vorbei kommst oder die Tiere im örtlichen Tierheim.

** Violetten Flamme
Starte mit der Bitte (an dein Höheres Selbst, das Universum, die geistige Welt, Gott, die Engel …) um Hilfe und Unterstützung. Visualisiere eine meterhohe und – breite violette Flamme um dich oder deine Familie oder deine Tiere oder dein Grundstück oder deine Wohnung oder dein Büro … und bitte um Reinigung, Erneuerung, Transformation. Lasse sie für einige Zeit brennen und gib alles hinein, was dir nicht mehr dienlich ist. Bedanke dich für den Prozess, bevor du die Flamme erlöschen lässt. Wiederhole dies, so oft es sich stimmig anfühlt.

** Wandlung
Welche Glaubenssätze behindern dich, schränken dich ein, halten dich zurück? Notiere sie auf einem Blatt Papier, das du vorher in zwei Spalten geteilt hast. Finde dann zu jedem limitierenden Glaubenssatz eine positive Formulierung und schreibe sie in die andere Spalte. Zerschneide dann das Papier, verbrenne die alte Spalte und integriere die neuen Überzeugungen in dein Leben. Bleibe geduldig – und vergiss vor allem nicht, die klare Intention der Transformation, wenn du das Alte verbrennst.