TIEFE – STILLE – NÄHE
Meditationen und Rituale für deine Raunächte 20-21.22

Hallo, liebe Raunacht-Zelebrierende!

Herzlich Willkommen auf der Seite mit den Meditationen und Ritualen für deine Raunächte. In diesem Jahr gibt es, statt der Zuordnung der Meditationen und Rituale zu einzelnen Nächten, diese Sammlung hier. Jede von uns erlebt ihre Raunächte anders. Jede von uns erlebt jeden Tag anders und ich möchte die dir Möglichkeit geben, zu jeder Zeit die passende Meditation zur Hand zu haben. Bitte mache sie auch! Du bist in dieser Zeit so sehr angebunden und es gibt nichts Schöneres als in die Stille zu gehen, in die Tiefe zu sinken und zu spüren, wie nah du dir selbst kommen kannst.

Meditationen und Rituale helfen uns, bei uns zu bleiben und in die Heilung und unsere ganze Kraft zu kommen. Gleichzeitig schenken sie uns Zeit für uns, lassen uns ruhiger werden. Wir atmen freier und lernen uns selbst ganz neu kennen.

Natürlich kannst du die Rituale und Meditationen durch deine eigenen ergänzen, sie erweitern und für dich anpassen oder sie komplett ersetzen. Doch schaffe dir eine Praxis. Die Meditation kann selbst zu einem Ritual werden, dass du täglich für dich zelebrierst – in den Raunächten und darüber hinaus.

Die Rituale sind besonders auf die Raunächte angepasst. Doch auch hier gilt, passe sie ggf. für dich an – oder übernimm sie, wie sie sind. Klar könnten wir uns alle streng an die Traditionen halten, doch das Leben ist so vielfältig geworden und wir alle befinden uns in so unterschiedlichen Lebensumständen, so dass es kein richtig oder falsch geben kann, sondern nur ein „für mich stimmig“. Mache die Rituale, die dir gut tun und auch die, die dich irgendwie ein bisschen herausfordern. Es tut uns allen gut, unsere Komfortzone hin und wieder zu verlassen. Doch zwinge dich zu nichts – lasse dich von der Stimmung dieser Zeit tragen – und vielleicht auch durch den Austausch in unserer Gruppe.

Viel Freude und eine wunder-volle Zeit, du schöne Frau!

MEDITATIONEN

Für die Meditationen solltest du ungestört sein. Du kannst im Sitzen auf einem Stuhl oder einem Kissen oder auch im Liegen meditieren. Achte darauf, dass du gerade aufgerichtet bist und die Energie frei durch deinen Körper fließen kann (mach‘ ggf. den Hosenknopf auf). Lege die Hände locker auf deine Knie oder in deinem Schoß bzw. im Liegen auf deinem Herzen oder unterem Bauch ab.
Du kannst deine Meditationen mit einem Ritual verbinden, beispielsweise, die Tür schließen, deinen Meditationsplatz bewusst einnehmen, dir eine Decke über die Knie legen, eine Kerze entzünden und genauso kannst du einfach in der Warteschlange oder im Bus meditieren.

Wichtig ist, dass du deine Aufmerksamkeit aus dem Außen abziehst und nach Innen richtest.

Morgens

Abends

Körper fühlen

Im Kreis der Frauen

Annehmen und Annahme

Altes gehen lassen – Neues einladen

Ein schöner Tag

RITUALE

Mitte

Achte immer auf die Intention, mit der du ein Ritual vollziehst und vergiss nicht, dich für den Dienst, den das Ritual dir schenkt, zu bedanken.

Dunkelheit zu Licht
Verdunkle einen Raum, so dass möglichst kein Licht mehr hinein dringt – oder stelle dir den Wecker auf eine Zeit vor Sonnenaufgang. Verweile in der Dunkelheit, horche auf deine Umgebung und höre in dich hinein. Nimm bewusst wahr, wie sich deine Augen an die Verhältnisse gewöhnen. Fließe mit dem heller werdenden Licht in den Tag oder entzünde eine Kerze und beobachte, was sich verändert.

Essen raus stellen
Bereite einen Teller mit Essen und stelle ihn nach draußen. Du speist so alle Wesen und Gestalten, die dort unterwegs sind – und zeige ihnen dein Wohlwollen.

Essen stehen lassen
Lasse vom (Silvester-) Essen etwas über Nacht auf dem Tisch stehen. Ehre damit alle Gäste, die sich im Laufe der Zeit an deinem Tisch einfinden möchten.

Geschichten erzählen
Finde eine ruhige Zeit mit deinen Lieben und erzählt euch Geschichten. Es können gruselige oder lustige Geschichten sein. Nehmt euch gegenseitig mit in eure Fantasie-Welten – und fragt euch, ob in jeder noch so fantastischen Geschichte auch eine tiefe Echtheit und Wahrheit verborgen ist.
Alternativ könnt ihr natürlich gerne Geschichten vorlesen oder sie anhören.

Höre auf ein Kind
Höre deinem Kind / deinen Kindern oder Kindern in deiner Familie, deinem Freundeskreis, deiner Nachbarschaft oder auf der Straße ganz besonders aufmerksam zu. Oftmals steckt nicht nur unglaublich viel Liebe in dem, was sie tun und sagen, sondern auch ein tiefes Vertrauen und eine stille Weisheit. Es lohnt sich, zuzuhören und nachzufragen. Gib einem Kind das Gefühl, wirklich gesehen und gehört zu werden.

Kopf klären
Mit klarem Kopf (ins neue Jahr) zu starteten, eröffnet dir viele Möglichkeiten. Säubere dazu deine Bürsten und räuchere deine Mützen, Hauben, Hüte und Kappen.

Licht ins Fenster stellen
Stelle ein Licht in dein Fenster und lasse es über Nacht brennen – und zwar nur, wenn das absolut gefahrlos möglich ist. Es muss auch überhaupt keine echte Kerze sein. Es kann eine elektronische Kerze, eine Taschenlampe, eine kleine Stehlampe etc. sein. Das Licht symbolisiert deine Verbundenheit zu allen Menschen und dem Frieden auf der Welt.
Traditionell wurden die Lichter auf dem Hof oder an den Ecken der Häuser aufgestellt – und wenn sie aus gingen, musste jemand in die dunkle Nacht und sie wieder entzünden, damit ihre schützende Wirkung erhalten blieb.

Licht zu Dunkelheit
Verfolge in Ruhe und Stille, wie sich das Licht des Tages verabschiedet. Begleite die Sonne bei ihrem Untergang, lasse das Licht ausgeschaltet bis es ganz dunkel ist – spüre das tiefe Wissen und Vertrauen, dass sie am nächsten Tag – an jedem Tag – wieder aufgeht.
Du kannst auch in einem dunklen Raum sitzen und in das Licht einer Kerze schauen. Wenn dir der Zeitpunkt stimmig erscheint, puste die Kerze aus. Achte auf die Regungen und Gefühle in dir.

Loslassen
Besonders Neumond-Tage und ebenso einige Raunächte laden uns ganz besonders ein, los zu lassen. Sammle hierfür alles, was in der letzten Zeit nicht rund war, was schief oder aus dem Ruder gelaufen ist, was es zu verändern gilt in Schriftform auf einem oder mehreren Blatt Papier oder Zetteln. Übergib diese Papiere mit dem tiefstem Wunsch nach Transformation dem Feuer. Tue dies vorsichtig und achtsam – sowohl was deine Formulierungen und Wünsche als auch das Feuer betrifft.

Masken basteln
Bastle dir eine Maske. Mache sie schön schaurig oder schön lieblich. Es gibt jede Menge Vorlagen im Internet. Es kann jede Art von Maske sein, einfach ausgedruckt, bemalt, beklebt, modelliert … Schaue gerne auch nach Perchten- oder Krampusmasken. Kreiere ein Ritual um deine Maske zum Jahresbeginn und vertreibe Ungemach und das Böse oder umgarne und locke das Leichte, Gute.

Neujahr
↬ Hänge keine Wäsche auf, um Unglück zu verhindern.
↬ Iss gut, um das ganze Jahr genug zu haben.
↬ Iss auf, um dein Geld zusammen zu halten.
↬ Schüttle Müllmännern die Hand, um Glück zu haben (auch noch gültig am nächsten Werk-/Mülltag).
↬ Drehe den Jackenknopf eines Schornsteinfegers, um Glück zu haben (auch noch gültig im Laufe des Januars).
↬ Hänge oder stelle Hufeisen, Schweinchen und/oder Kleeblätter auf, um noch mehr Glück zu haben.
↬ Teile Gebäck mit Freunden und Nachbarn, um richtig viel Glück zu haben.
↬ Bade an, um bei guter Gesundheit zu bleiben (oder mache einen langen Neujahrs-Spaziergang bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang).

Perspektivwechsel
Gehe deinen üblichen Spazierweg zu einer anderen Tageszeit, wechsle die Straßenseite, trage deine „Sonntagsjacke“ und die guten Schuhe … spürst du einen Unterschied? Gehe nachts (achtsam) in den Wald oder durch die Felder. Stelle dich spät abends auf deinen Balkon und höre auf die Geräusche um dich herum. Es gibt viele Arten, die Perspektive zu wechseln. Du könntest dich auch anders herum in dein Bett legen, auf der Couch statt des Sessels setzen oder auf einen anderen Stuhl am Esstisch. Putze dir mit der anderen Hand die Zähne. Mix it up – und mache das zu einer regelmäßigen Praxis.

Räuchern
Räuchere deine Wohnung, einen Raum, deinen Kleiderschrank, deinen Schreibtisch, dein Auto, dich selbst … Nutze dazu Räucherstäbchen oder -kegel, Kräuter, Harze, was du gerade zur Hand hast. Öffne dazu ggf. die Fenster (das Alte braucht einen Weg, um gehen zu können) und achte bitte auf das Befinden deiner Familienmitglieder.

Spritze die Wohnung (oder was du geräuchert hast) anschließend mit geweihtem Wasser (z.B. deinem Mondwasser) aus.

Reinigung
Violette Flamme – Starte mit der Bitte (an dein Höheres Selbst, das Universum, die geistige Welt, Gott, die Engel …) um Hilfe und Unterstützung. Visualisiere eine meterhohe und – breite violette Flamme um dich oder deine Familie oder deine Tiere oder dein Grundstück oder deine Wohnung oder dein Büro … und bitte um Reinigung, Erneuerung, Transformation.

Silvester – Same procedure as every year…
↬ Fege die Stube aus, um das Unglück aus zu kehren – besonders in den Ecken.
↬ Trage rote Unterwäsche, um glückliche Liebesstunden zu erleben.
↬ Orakel mit Blei gießen, Karten ziehen, dem Pendel oder Gummibärchen, um die Zukunft zu schauen.
↬ Mache Krach mit Knallern und Böllern, um Unheil abzuwehren und gute Geister zu wecken.

Wandlung
Welche Glaubenssätze behindern dich, schränken dich ein, halten dich zurück? Notiere sie auf einem Blatt Papier, das du vorher in zwei Spalten geteilt hast. Finde dann zu jedem limitierenden Glaubenssatz eine positive Formulierung und schreibe sie in die andere Spalte. Zerschneide dann das Papier, verbrenne die alte Spalte und integriere die neuen Überzeugungen in dein Leben. Bleibe geduldig – und vergiss vor allem nicht die klare Intention der Transformation, wenn du das Alte verbrennst.

Tiere versorgen
Gib deinen lieben vierbeinigen, gefederten oder gepanzerten Freunden etwas außergewöhnlich Leckeres, versorge sie besonders liebevoll und verbringe extra Zeit mit ihnen.
Wenn du selbst keine Tiere hast, schaue dich in deiner Umgebung um. Vielleicht sind es die Vögel auf deinem Balkon, das Pony, an dessen Weide du beim Spazierengehen immer vorbei kommst oder die Tiere im örtlichen Tierheim.

Verbindung zu deinem Inneren Kind
Verbinde dich mit dem kleinen Wesen in dir. Halte dein Inneres Kind – ganz fest – ganz liebevoll. Das kleine Mädchen, das die Welt (nicht mehr) versteht, das verängstigt und verwirrt ist oder sich verletzt und alleine fühlt, steckt immer noch dir. Schenke ihr Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Frage sie, was sie braucht – und gib es ihr. Tolle Beschäftigungen sind: Springen & Hüpfen, Schaukeln, Seifenblasen pusten, sich verkleiden, lachen!

Verbindung mit deiner Inneren Königin
Wenn du das Haus verlässt, vor einem wichtigen Meeting, für ein schwieriges Gespräch … visualisiere eine wunderschöne, funkelnde Krone – ein Unikat, nur für dich gefertigt. Nehme dieses Juwel in die Hand und setze es auf dein bezauberndes Haupt; fühle ihr Gewicht und die Kraft, die von ihr ausgeht – und wie du dich automatisch aufrichtest, den Kopf hoch erhoben hälst, die Schultern straffst und den Blick hebst. Sei achtsam mit deiner Krone, so dass sie nicht verrutscht, wenn du weiter durch deinen Tag schreitest (und richte sie einfach, falls es nötig ist).