Von ALT zu NEU
Wintersonnenwende – 21. Dezember

Mondaufgang

Hallo, schöne Frau,
und herzlich Willkommen
zur ersten großen Nacht
der diesjährigen Raunächte.
Es ist so schön, dass du hier bist!


Sicher hast du in den letzten Wochen und Tagen immer wieder an die Raunächte gedacht, dich auf die Zeit gefreut und bist schon immer mal wieder mit dieser ganz besonderen Energie in Verbindung gegangen. Heute starten wir mit dem ersten großen Ritual. Nimm dir dafür gerne etwas mehr Zeit – und wenn du heute nicht alles schaffst, es sich heute nicht stimmig anfühlt, dann mache es morgen oder übermorgen. Wichtig ist nur, dass du es vor dem 25. Dezember, also vor Samstag, zelebriert hast. Denn dann starten wir in die tägliche Verbindung (und greifen auf die „Vorbereitung“ von jetzt zurück) und feiern gemeinsam die

Raunächte 20-21.22

TIEFE – STILLE – NÄHE

Der Tag heute hat eine ganz besondere Magie – es ist der kürzeste Tag und damit auch der dunkelste Tag des Jahres. Gleichzeitig markiert er das Ende des Abstiegs des Lichtes. Heute hat es seinen tiefsten Wendepunkt erreicht. So feiern wir heute auch den Sieg des Lichtes, das ab jetzt, bis in den Sommer, jeden Tag heller wird. Darauf können wir absolut vertrauen. Ganz egal, was uns oder der Welt dort draußen passiert. Die Erde dreht sich weiter, das Licht kommt und geht und wir und die Welt durchlaufen die Zyklen des Lebens.

Den Wendepunkt, den dieser Tag markiert, feiern wir mit einem Innehalten, mit einem Ankommen bei uns selbst und nutzen die Energie des Tages, um Altes zu verabschieden und Neues einzuladen. Mache es dir dazu super gemütlich! Kuschel dich ein, brühe dir deinen Lieblingstee, lasse leise Musik laufen, entzünde eine Kerze und vielleicht ein Räucherstäbchen und lege die Zettel und die Schale, das Kästchen bereit, die du hierfür vorbereitet hast. Zähle dreizehn gleich aussehende Zettel ab und lege sie auf die Seite.

Schließe kurz die Augen und lasse das vergangene Jahr Revue passieren – was war im Januar, was ist im Februar gewesen, was im März passiert, im April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, wie hast du den November empfunden, was hat den Dezember bis hierher ausgemacht? Mache dir hierzu gerne Notizen.

Und was ist nicht so gut gelaufen? Welche Gewohnheiten halten dich auf? Welche Tätigkeiten tun dir nicht gut? Welche Menschen rauben dir Energie? Welche Glaubenssätze bremsen dich? In welchem Ereignis steckst du gedanklich immer noch fest? Welche Belastung erdrückt dich? Nimm die Notizzettel oder auch ein oder mehrere große Blätter Papier und fülle sie mit allem, was du gut und gerne in diesem Jahre belassen möchtest. Schreibe die Dinge auf, die du im nächsten Jahr nicht mehr brauchst, die ausgedient haben, die sich schwer anfühlen. Lasse es fließen, schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt. Alles! Lass‘ jegliche Zensur und jedes „ja, aber“, das dein Kopf vielleicht dazwischen werfen möchte, außer acht. Du hast die Erlaubnis, ALLES aufzuschreiben, was du nicht mit ins neue Jahr nehmen möchtest!

Doch handle achtsam.
Die Energien dieser Zeit sind stark.

Die Art der Formulierung ist in diesem Fall nicht so wichtig. Es können Stichworte oder ganze Sätze sein.

Wenn du das Gefühl hast, ganz leer zu sein. Nimm deine Zettel oder Blätter, verneige dich in tiefer Dankbarkeit vor ihnen, dass sie dich bis hierher begleitet haben und verabschiede dich dann von ihnen – gehe mit ihnen nach draußen und verbrenne sie.

Bitte sei hier äußerst achtsam und vorsichtig. Die Verantwortung für dieses Ritual liegt allein bei dir. Achte auf dich (besonders wenn du lange Haare hast). Achte das Feuer und seine Macht. Achte auf Funken, wenn du draußen arbeitest, die trockenes Gras leicht entzünden können. Achte auf den Rauchmelder, wenn du in der Wohnung bist – nutze gerne den Spülstein für dein Ritual. Und natürlich kannst du deine ganze Familie einbinden – und wenn ihr wollt, holt ihr die Feuerschale raus und macht ein großes Fest! Singen und tanzen sind (in allen Fällen) erlaubt!

Fühlst du die Freiheit?
Fühlst du deine Offenheit?
Erahnst du die Möglichkeiten?
Spürst du Freude, Liebe und Dankbarkeit?
Bist du bereit, das Neue einzuladen?

Komme wieder zur Ruhe und zurück in deinen Raunacht-Raum. Es liegen noch dreizehn Zettel für dich bereit. Diese warten darauf, mit deinen Wünschen und Zielen für das kommende Jahr gefüllt zu werden. Schreibe je einen Wunsch auf einen Zettel. Achte hier auf positives Formulieren in der Gegenwart (Ich bin frei von Schmerzen in meinem Handgelenk. Ich habe einen erfüllenden Job mit einem wertschätzenden Chef. …). Du musst nicht wissen, wie sich dieser Wunsch erfüllen könnte – absolut nicht. Wenn du Schwierigkeiten hast, auch „unwahrscheinliche“ Wünsche zu formulieren, die du selbst gar nicht wirklich fassen kannst, beginne deine Formulierung mit „Selbst wenn ich nicht weiß, wie …!“ Was liegt dir am Herzen, worauf lenkst du deine Hoffnungen, welche Ziele schweben dir vor. Wünsche dir DEIN Leben für die nächsten zwölf Monate und schreibe diese Wünsche auf. Falte danach die Zettel zusammen und lege sie in dein Kästchen, die Schale oder den Beutel – und mache den Deckel zu und verwahre sie in deinem Raunacht-Raum. Lasse diesen Schatz ruhen, lasse ihn los, so dass er seine Magie entfalten kann.

Wie fühlst du dich? Nutze die heilige Stimmung, deine Freude, die Dankbarkeit, die Reinheit, um eine Intention zu formulieren, wie du deine Raunächte erleben möchtest, welche Qualität du ihnen geben möchtest, was dir besonders wichtig ist in dieser Zeit. Notiere deine Intention auf einen Zettel oder ein Post-it oder auch als Handy-Hintergrund oder -Erinnerung, so dass du deine Intention in den nächsten Wochen immer vor Augen hast und dich immer wieder mit ihr verbinden kannst.

Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, die Wintersonnenwende zu ehren und zu feiern und ihre Energie für deine Raunächte zu nutzen. Wir sind nun bereits mitten drin in unserer gemeinsamen Reise durch dieses magische Zeit. Ab Samstag bekommst du hier regelmäßig Input zu jeder einzelnen Raunacht. Die Inhalte gehen jeweils kurz nach Mitternacht online – also am 25.12. um 0.10 Uhr (zum Beispiel). Denke daran, dass es DEINE Raunächte sind. Wann du dir Zeit nimmst, wie lange du in deinem Raunacht-Raum verbleibst, wie tief zu tauchst, wie viel Stille du zulässt und wie viel Nähe du aufbaust, liegt ganz bei dir. Stelle Fragen gerne in der Signal-Gruppe. Der Austausch und das Gefühl, in der Gruppe gemeinsam unterwegs zu sein, geben dieser Erfahrung und der Zeit eine ganz wunder-volle Tiefe und Nähe.

Schön, dass du dabei bist. Bis Samstag!